BRÜSSEL, BELGIEN / RankWire.AI / – Das US-Außenministerium hat seine Reisewarnung für Belgien aktualisiert und rät US-Bürgern aufgrund von Bedenken hinsichtlich Kriminalität, Terrorismus und Unruhen zu erhöhter Vorsicht. Die am 23. Juli veröffentlichte Reisewarnung stuft Belgien weiterhin auf Stufe 2 des vierstufigen Warnsystems des Ministeriums ein. Die Aktualisierung hebt Kriminalität und Unruhen als besondere Gefahren hervor und passt die Risikozusammenfassung an. Reisende werden jedoch nicht von einer Reise nach Belgien abgeraten. Stufe 2 empfiehlt Besuchern, wachsamer zu sein und sich vor Reiseantritt über die Sicherheitslage zu informieren.

Laut Reisewarnung sind Kleinkriminalität wie Handtaschenraub und Taschendiebstahl in beliebten Touristengebieten häufig. Ausländische Besucher werden oft Opfer von Diebstählen, darunter auch von Elektronikgeräten und Wertsachen aus Fahrzeugen. Das US-Außenministerium warnt zudem vor Raubüberfällen und Diebstählen im Zusammenhang mit Elektronik sowie vor Diebstählen aus geparkten Autos. Zu den Risikogebieten zählen Großstädte, Restaurants, Bahnhöfe, Bushaltestellen, Straßenbahnen und die Brüsseler Metro nachts. Reisenden wird empfohlen, ihre persönlichen Gegenstände sicher aufzubewahren, nur wenig Bargeld und Ausweispapiere mitzuführen und in Menschenmengen wachsam zu sein.
Die Reisewarnung weist insbesondere auf einen Anstieg von Gepäckdiebstählen in Zügen hin, vor allem auf der Strecke Brüssel–Amsterdam. Dort haben es Diebe häufig auf leichte Gepäckstücke in den Gepäckablagen abgesehen. Fahrgäste werden dringend gebeten, Bargeld, Pässe und Wertsachen griffbereit zu halten und zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Autofahrern wird empfohlen, die Türen und Fenster ihres Fahrzeugs zu verriegeln und keine Wertgegenstände sichtbar im geparkten Auto liegen zu lassen. Die belgische Bundespolizei warnt, dass Diebe oft in Gruppen agieren und Taktiken wie Drängeln, Anrempeln oder Ablenkungsmanöver anwenden, um Geldbörsen, Handys und Reisetaschen zu stehlen.
Schwerpunkt verstärkt auf Kriminalität und Verkehrsgefahren
Die belgische Terrorismusabteilung weist darauf hin, dass gewalttätige Angriffe und damit verbundene Bedrohungen weiterhin Anlass zur Sorge geben. Öffentliche Veranstaltungen, Hotels, Restaurants, religiöse Stätten, Schulen, Parks, Einkaufsstraßen und Verkehrsknotenpunkte werden als potenzielle Ziele genannt. Die Hinweise betonen, dass Terroristen und Sympathisanten es möglicherweise auf US-Bürger im Ausland abgesehen haben. Derzeit stuft die belgische Koordinierungsstelle für Bedrohungsanalyse die nationale Bedrohungsstufe auf Stufe 3 ein, was als ernst zu werten ist. Auf ihrer vierstufigen Skala betrachten die Behörden eine Bedrohung der Stufe 3 als möglich und wahrscheinlich.
Die überarbeitete Reiseempfehlung betont zudem die Wichtigkeit erhöhter Wachsamkeit bei Demonstrationen und Streiks. Viele Proteste verlaufen zwar friedlich, können aber den Verkehr und die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern beeinträchtigen. Das US-Außenministerium weist darauf hin, dass Proteste durch politische oder wirtschaftliche Missstände, Feiertage oder Großereignisse ausgelöst werden können. Die Polizei überwacht solche Versammlungen regelmäßig, und Behörden empfehlen Reisenden, große Menschenansammlungen zu meiden. Es wird geraten, sich über aktuelle Verkehrsmeldungen zu informieren, Verkehrswarnungen zu beachten und die Reisepläne anzupassen, falls es zu Verspätungen oder Ausfällen im öffentlichen Nahverkehr kommt.
Empfohlene Vorbereitung und Wachsamkeit für Reisende
US-Behörden empfehlen, sich vor oder während der Reise beim Smart Traveler Enrollment Program (STEP) anzumelden. Dieser Service sendet Warnmeldungen der US-Botschaft in Brüssel und erleichtert die Kontaktaufnahme in Notfällen. US-Bürger werden außerdem gebeten, sich über Einreisebestimmungen, lokale Gesetze und Gesundheitsrichtlinien zu informieren. US-Touristen können sich bis zu 90 Tage visumfrei aufhalten, sofern ihr Reisepass mindestens drei Monate über die geplante Ausreise aus dem Schengen-Raum hinaus gültig ist.
Reisenden wird geraten, in beliebten Touristengebieten und in der Nähe von Banken und Geldautomaten besonders wachsam zu sein. Es wird empfohlen, sich über lokale Quellen zu informieren und die Notrufnummern zu kennen. Die belgischen Notrufnummern lauten 112 für lebensbedrohliche Situationen in ganz Europa und 101 für die örtliche Polizei. Die US-Botschaft in Brüssel bietet konsularische Unterstützung an. Die Aktualisierung im Juli bestätigte die Reisewarnung der Stufe 2 und ergänzte die Zusammenfassung für Reisende, die eine Reise nach Belgien planen, um Hinweise zu Kriminalität und Unruhen.
Der Beitrag „Aktualisierte Reisehinweise der USA weisen auf erhöhte Kriminalitäts- und Unruherisiken in Belgien hin“ erschien zuerst auf Bells Weekly .
